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Rückkehr aus dem Homeoffice ins Büro

Was braucht es für einen guten Neu-Start?

Für wahrscheinlich die meisten Unternehmen und deren Führungskräfte war das Führen von MitarbeiterInnen aus dem Homeoffice eine neue und auch anspruchsvolle Herausforderung.

Nun beginnt die nächste Phase: Die Rückkehr aus dem Homeoffice in das Unternehmen. Und so wie zu Beginn das Arbeiten aus dem Homeoffice sicher bei vielen mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden war, so kann auch die Rückkehr in das Unternehmen bei einem Teil der MitarbeiterInnen mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden sein.

Wenn ich mich so umhöre ist von „Ich bin froh, endlich wieder an meinem Schreibtisch zu sitzen und bei meinen Kollegen zu sein“ bis „Ich habe das Homeoffice im Laufe der Zeit sehr zu schätzen gelernt – für mich könnte das gerne so weiter gehen“ alles mit dabei.

Führungskräfte spielen hier eine wichtige Rolle

Die Aufgabe der Führungskräfte ist es, den gemeinsamen Wiedereinstieg nach den Wochen der physischen Distanzierung gut zu gestalten. Ein „wir machen so weiter wie vorher“ wird schwierig und meist sogar nicht möglich sein. Nach Wochen der physischen Distanz und vieler neuer Erfahrungen (und häufig auch persönlicher Veränderungen) müssen sich Teams wieder (neu) zusammen finden. Eine gute Chance also gemeinsam zu schauen, wie Sie in Zukunft „neu bzw. anders“ zusammenarbeiten wollen.

Was ist vor dem „Neu-Start“ zu tun?

Ganz im Sinne von „Wertschätzung schafft Wertschöpfung“ empfehle ich meinen Klienten gerne, sich zunächst einmal mit folgenden Fragen zu beschäftigen:

  • Wie habe ich mein Team und auch jeden meiner MitarbeiterInnen in der Zeit des Home-Offices erlebt?
  • Wie habe ich mich in dieser Zeit erlebt?
  • Was habe ich neu schätzen gelernt?
  • Wer oder was hat mich positiv überrascht und vielleicht sogar erstaunt?
  • Was hat sich im Team verändert?

Hilfreich sind sicher auch folgende Gedankenschleifen:

  • Was brauchen meine MitarbeiterInnen, um in den ersten Wochen gut arbeiten zu können?
  • Was brauche ich, um in den ersten Wochen gut arbeiten zu können?
  • Wie sieht mein Plan für die nächsten Wochen aus?
  • Wo setze ich meine Prioritäten?

Tipp
Planen Sie im Vorfeld ein Treffen mit der Geschäftsleitung, Personalabteilung und anderen Führungskräften ein, so dass Sie alle ein einheitliches mindestens aber ähnliches Vorgehen haben.

Mit dem Team gemeinsam die Zukunft gestalten

Planen Sie möglichst in der ersten Woche mit Ihren MitarbeiterInnen ein Teammeeting ein, um gemeinsam die Zeit des Lockdown- und der Homeoffice-Zeit zu reflektieren. Nehmen Sie sich Zeit und Raum, die Erfahrungen der letzten Monate auszutauschen und natürlich zu schauen, wie es nun weitergehen soll (vielleicht ist das sogar ein guter Moment, um den Thinking Circle einmal auszuprobieren).

Mögliche Fragen könnten hier beispielsweise sein:

  • Was lief besonders gut in der Homeoffice-Zeit?
  • Was war herausfordernd in der Homeoffice-Zeit?
  • Wie habe ich unsere Zusammenarbeit erlebt?
  • Was habe ich schätzen gelernt?
  • Was habe ich vermisst?
  • Welche positiven Aspekte in Bezug auf Arbeitsergebnisse, Abläufe und Zusammenarbeit gab es?
  • Was ist für uns als Team jetzt wichtig?
  • Was können wir in den Büroalltag integrieren?

Tipp
Neben einem gemeinsamen Teammeeting wird es auch wichtig sein, dass Sie sich für jeden Mitarbeiter Zeit für ein persönliches Gespräch nehmen. Seien Sie sichtbar für Ihre MitarbeiterInnen und nehmen Sie sich auch mal die Zeit für ein lockeres, nicht arbeitsbezogenes Pausengespräch, in dem Sie auch von sich erzählen.

Wie sind Ihre Ideen oder vielleicht auch schon Erfahrungen mit dem Thema „Rückkehr aus dem Homeoffice“?

Gerne unterstütze ich Sie in diesem Prozess.

Marion Müller

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