Überspringen zu Hauptinhalt

Führung aus dem Homeoffice

Viele Führungskräfte leiten aktuell erstmals ein Team aus der Ferne. Die Umstellung auf Homeoffice ist sowohl für Führungskräfte wie auch für deren Mitarbeiter erstmal eine große Herausforderung. Jahrelang eingespielte Routinen wollen neu überdacht werden – es gilt eine neue Art der Zusammenarbeit zu entwickeln und zu etablieren. Für viele Führungskräfte braucht es hier ein neues Rollenverständnis.

Jeder, der bereits im Homeoffice arbeitet, kennt wahrscheinlich das Gefühl „aus den Augen aus dem Sinn“. Der kurze Plausch bei einer Tasse Kaffee, das gemeinsame Mittagessen, ein Austausch über die Schreibtische hinweg … all das, was im Büroalltag so selbstverständlich erscheint, ist im Homeoffice plötzlich nicht mehr möglich. Die Beziehung von der Führungskraft zu den Mitarbeitern wie auch die Beziehung der Mitarbeiter untereinander fängt an zu leiden.

Was ist zu tun, damit Führung aus dem Homeoffice gelingt?

Nachfolgend einige Ideen, die sich im Alltag sehr gut bewährt haben:

Finden Sie eine Struktur der regelmäßigen Kommunikation
– auch im Homeoffice

Definieren Sie, wann und wie oft das gesamte Team zusammenkommt, bspw. in Form von

  • täglichen „Check-In-Gespräche“ (bspw. in Form eines 15-minütigen (Video)-Calls um Ziele zu besprechen, Aufgaben zu verteilen, den Tag zu strukturieren …)
  • Wocheneingangs- und Wochenausgangs-Calls
  • wöchentlichen Absprachen

Dauer und Häufigkeit der Kommunikation wird je nach Team individuell sein. Probieren Sie in einer Pilotphase aus, welche Taktung für Sie und Ihr Team passend ist.

Wichtig: Halten Sie sich bewusst Zeiten frei, in denen Sie für Fragen aus dem Team zur Verfügung stehen.

Betreiben Sie Beziehungsarbeit
– gerade im Homeoffice

Sprechen Sie in Ihren Telefonaten oder virtuellen Meetings nicht nur über Sach-Themen, sondern sprechen Sie aktiv auch die „Befindlichkeiten“ an:

  • Wie geht es Ihren Mitarbeitern? Wie kommen sie mit der (neuen) Situation zurecht?
  • Sprechen Sie auch über sich und Ihren eigenen Gefühlszustand: Wie geht es Ihnen – wie kommen Sie mit der neuen Situation zurecht?
  • Auch der direkte Austausch ist weiterhin wichtig. Vereinbaren Sie weiterhin mit Ihren Mitarbeiterin 1:1-Meetings oder auch Feedback-Gespräche. Wie auch im „normalen“ Büroalltag sollten Sie diese Termine möglichst einhalten – sie sind ein Gradmesser für Wertschätzung,  Respekt und Aufmerksamkeit“.
  • Und last but not least: Denken Sie auch an Geburtstage, Dienstjubiläen und andere Ereignisse.

Etablieren Sie regelmäßige Feedback-Runden
– auch aus dem Homeoffice

Feedback-Runden sind immer eine lohnende Investition, die sich auf jeden Fall auszahlt. Fragen könnten hier sein:

  • Wie erleben wir unsere aktuelle Zusammenarbeit?
  • Was läuft gut – was könnte besser laufen?
  • Worüber mache ich mir aktuell Sorgen?

Schenken Sie Ihren Mitarbeitern (mehr) Vertrauen
– besonders wichtig im Homeoffice

Homeoffice erfordert eine andere Art von Vertrauen und Verlässlichkeit innerhalb einer Abteilung bzw. eines Unternehmens. Für Sie als Führungskraft bedeutet das:

  • Geben Sie Kontrolle ab (dadurch wird automatisch Vertrauen aufgebaut)
  • Definieren Sie Aufgabenstellungen möglichst genau
  • Stecken Sie realistische Ziele
  • Berücksichtigen Sie, dass (wie auch im „normalen Büroalltag“) jeder einen eigenen Arbeitsrhythmus, ein eigenes Tempo, eigene Stärken, Schwächen und unterschiedliche Herangehensweisen an gestellte Aufgaben hat.

«Der beste Weg herauszufinden, ob man jemandem vertrauen kann, ist ihm zu vertrauen.» (Ernest Hemingway)

Wie sind Ihre Erfahrungen im Homeoffice?
Was läuft gut? Was ist herausfordernd?

Gerne unterstütze ich Sie in Ihrer neuen Rolle „Führungskraft aus dem Homeoffice“.

Marion Müller

An den Anfang scrollen